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Der 16. Unionbau Day
Am Freitag, 17. März fand der traditionelle Unionbau Day statt. Die komplette Belegschaft fand sich in unserer Halle in...
Trainingszentrum FC Südtirol
Das neue Arbeitsjahr begann für uns Anfang Jänner mit dem Start der Arbeiten zum Bau eines Dienstleistungsgebäudes in der...
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Wieseneck
Ort: Mühlen in Taufers (BZ)

GESCHICHTE

DAS JAHRHUNDERTUNTERNEHMEN

1. Die Geschichte

1907 markiert das Jahr, in der aus der ehemals Bauernfamilie Ausserhofer eine Unternehmerfamilie wurde. 
Damals verlor Familie Ausserhofer ihren Heimathof an die Schlossherren von Sand in Taufers und aus dem 
Bauer Joseph Ausserhofer, der Gross-, bzw. Urgrossvater der heutigen Ausserhofer Generation, wurde der „Holzmeister“ Joseph Ausserhofer. Der Grund für die Vertreibung vom Heimathof ist bis heute noch nicht ganz 
geklärt, vermutlich wurde er  von den Schlossherren als Zins eingefordert. Aus heutiger Sicht erwies sich diese schmerzhafte Vertreibung vom heimatlichen Hof aber als glückliche Fügung. Sie markiert den neuen Eintritt der Ausserhofer ins Holz- und Handwerksgewerbe und somit die eigentliche Geburtsstunde der heutige Unionbau.

Ab dem Jahr 1907 arbeitete Joseph Ausserhofer also als Holzarbeiter und bis zum Jahr 1928 beschäftigte er 
bis zu 14 Holzarbeiter. Den ältesten Sohn Josef schickte er auf die Zimmermannsschule nach Meran. Dieser 
meldete 1933 das Gewerbe als Zimmermann in Sand in Taufers an. Doch in dieser wirtschaftlich schwierigen 
Zeit zwischen zwei Weltkriegen hatte Josef Ausserhofer wenige Aufträge als Zimmermann, sodass er weiterhin 
mit seinem Vater als Holzarbeiter das Geld verdiente. Der junge Josef revolutionierte die Holzarbeit und ließ Seilbahnen zum Abtransport der schweren Stämme bauen. In Rodeneck entstand mit 1,5 km die längste Holz-
seilbahn des Pustertals.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs bekam Josef Ausserhofer, auch Lahn-Seppl genannt, verschieden Aufträge 
als Zimmermann, die mit den Jahren immer mehr wurden, sodass er zusätzlich keine Holzpartien übernehmen musste. Aus seiner Ehe mit der gebürtigen Rodeneckerin Hilda Scherer gehen neun Kinder hervor. Der älteste 
seiner Söhne, Siegfried besuchte in Bozen die Geometerschule und meldete im Jahr 1964 ein Industriegewerbe 
als Bauunternehmen an. Gleichzeitig eröffnete er auch das „Technische Büro Siegfried Ausserhofer“. Es dauerte 
nur einige Jahre, bis in der Zimmerei und im Bauunternehmen über 50 Arbeiter angestellt waren.

Josef, der zweitälteste der Ausserhofer Söhne, übernahm für beide Unternehmen die Leitung des Büros sowie 
die kaufmännische Abwicklung. Im Jahr 1972 meldete der Vater Josef Ausserhofer den Zimmereibetrieb ab und 
ging in den Ruhestand. Noch im selben Jahr wurde die Unionbau gegründet, als Aktiengesellschaft der Baufirma Geometer Siegfried Ausserhofer und der Baufirma Siegfried Klammer. 1978 schied dann Siegfried Klammer aus 
der Unionbau wieder aus und die Brüder Siegfried und Josef Ausserhofer gründeten die Unionbau GmbH. 1984 
trat schließlich der jüngste Sohn, Erwin Ausserhofer, in den Betrieb ein und mit ihm auch wieder die Zimmerei.

Die Unionbau GmbH wird zu einem der grössten Bauunternehmen Südtirols, welches im Laufe der Zeit mehrere Krisen überwand. Den Kreditrestriktionen Anfang der 1970er Jahre folgte die Hochzinspolitik und eine damit ver-bundene tiefgreifende Baukrise in Südtirol in den späten 1970ern und frühen 1980er Jahren. Als Reaktion auf die schwierigen wirtschaftlichen Jahre gründete Siegfried Ausserhofer das Unternehmen Interbau zur Bearbeitung 
des italienischen und internationalen Marktes. Doch bei einem großen Bauvorhaben in Neapel konnte die Firma Milliarden von Lire nicht mehr eintreiben und kam in große finanzielle Nöte. Erst Ende der 1980er Jahre kam der
der Aufschwung erneut, die Unionbau erholte sich und führte Aufträge in ganz Südtirol und auch außerhalb der Landesgrenzen aus.

Jede Krise und Schwierigkeit überwandten die Gebrüder Ausserhofer gemeinsam. Der familiäre Zusammenhalt 
ist das Geheimnis dieser Erfolgsgeschichte, die nun ein weiteres Kapitel schreiben wird. In den 1990er Jahren 
trat die vierte Ausserhofer Generation in die Unionbau ein. Christoph und Thomas, die Söhne von Siegfried, und Simon und Tobias, zwei Söhne von Josef Ausserhofer, übernahmen das Erbe ihrer Väter und Vorväter und wollen weiterführen, was diese aufgebaut haben. 



2. Das Unternehmen

Heute ist die Unionbau ein multifunktionales Unternehmen mit 130 Mitarbeitern. Aus dem kleinen Handwerk ist 
ein renommiertes Bauunternehmen geworden, das in der Lage ist, eine vielfältige, komplette Bauabwicklung und Baukoordinierung anzubieten. Von der Beratung bei der Planung über den architektonischen Entwurf bis hin zur Ausführung sämtlicher Bau- und Zimmermannsarbeiten kann die Unionbau GmbH alle Bereiche eines Projekts abdecken.

Nicht nur die qualitativ hochwertige Bauausführung, die Beratung und Begleitung des Bauherren in allen Phasen
eines Projektes zählen zu den grossen Stärken der Unionbau. Planung, Rohbau, Hochbau, Tiefbau, Sanierung, Restaurierung, Holzbau, Brückenbau – all das und noch viel mehr ist die Unionbau in der Lage zu leisten. Maurer, Zimmerer, Spengler, ein hauseigener Dachservice, ein eigenes Büro für Immobilienvermarktung und immoblilien-verkauf, eine ganze Planungsabteilung – es gibt kaum ein Berufsbild der Baubranche, das sich im Unternehmen Unionbau GmbH nicht wieder findet. Dementsprechend vielfältig sind auch die Mitarbeiter der Unionbau. Es gibt Arbeiter, die bereits seit 40 Jahren mit dabei sind, und jedes Jahr stossen junge auszubildende Lehrlinge hinzu. 
Seit den 20er Jahren des letzten Jahr-hunderts steht der Name Ausserhofer für sichere Arbeitsplätze im Tauferer Ahrntal.

Gebaut hat die Unionbau in ihrem mehr als 100jährigem Bestehen alles, Almen und Futterhäuser, Bauernhöfe 
und Scheunen, Brücken und Stege, Strassen und Wasserläufe, Wohnhäuser und Industriebauten, Dachstühle 
und Staubecken, Werkshallen und Garagen, Kirchen und Hotels, Schulen, Kinos und ganze Wohnsiedlungen, Bürogebäude und Schutzhütten. In den vergangenen Jahren hat die Unionbau ihren Aktionsradius vergrößert 
und mehrer Aufträge im norditalienischen Raum ausgeführt. Dort hat sich das Unternehmen einen guten Namen 
als qualitativ hochwertiger und optimaler Partner für jedes Bauvorhaben etabliert.



3. Der Blick nach vorne

Als die Hauptaufgabe der Zukunft sieht die Unionbau GmbH die Konsolidierung des heutigen Standes an. Das Unternehmen ist in den letzten Jahren stetig gewachsen und zählt heute zu den modernen und multifunktionalen Baubetrieben des Landes. Diese Entwicklung soll weitergehen, jedoch unter der Bedingung, eine überschaubare Grösse zu behalten. Oberste Maxime ist dabei nämlich der Erhalt der Unionbau als Familienbetrieb. Und dies ist 
nur möglich, wenn das Unternehmen überschaubar und für die Familie verwaltbar bleibt. Nur wenn die Unionbau 
ein Familienbetrieb bleibt, kann sie ihre bisherige Stärke, das gute Verhältnis zu den Mitarbeitern und das gegen-seitige Vertrauen, Aufrecht erhalten und nutzen.

Als weitere Herausforderung sehen die Ausserhofer die ständige Weiterentwicklung ihres Unternehmens auf die modernsten Standards und Technologien. Dafür wird nicht nur in Maschinen und Programme investiert, sondern 
vor allem in die Mitarbeiter. Diese sind das Fundament für ein auch in Zukunft gut funktionierendes Unternehmen, 
das seinen Aktionsradius verstärkt über die Landesgrenzen hinaus erweitern will.



4. Das Jubiläum

Anlässlich des 100jährigem Jubiläums hat die Firma Unionbau GmbH das gesamte Jahr 2007 zu einem Festakt auserkoren. Mit gleich mehreren Aktionen feierte die Unionbau sich selbst und ihrer Mitarbeiter, ohne die der Auf-stieg zu dem modernen Unternehmen, das es heute ist, nicht möglich gewesen wäre.

Die 100 Jahr Feier
Die Mitarbeiter der Unionbau GmbH waren es auch, die im Mittelpunkt der Feier am 2. Juni 2007 im Pfarrsaal von Sand in Taufers  standen. Sie waren es, die an der Erfolgsgeschichte der Unionbau mitgewirkt haben und ihnen 
zu danken steht im Zentrum der Feier.

Die Chronik
100 Jahre Bauhandwerk zusammengefasst in einem Buch. Pünktlich zur 100 Jahr Feier am 2. Juni erschien das 
Buch über Familie Ausserhofer und dem Aufstieg von einfachen Holzmeisterarbeiten hin zu einem renommierten multifunktionalen Unternehmen. Beleuchtet wurde die Entwicklung einer Bauernfamilie hin zur Bauunternehmer-familie im Hintergrund der sozialen, politischen und wirtschaftlichen Veränderungen eines ganzen Jahrhunderts.  Umfangreich in der Geschichte und mit vielen Bildern ausgestattet, ist die Chronik ein besonderes Geschenk für 
die Familie selbst, die Mitarbeiter und auch die Tauferer Bevölkerung, welche zu vielen Geschichten und Bildern einen direkten Bezug hat.
 
Die Brücke
Der Tauferer Bevölkerung hat der Jubilar ein besonderes Geschenk gemacht. Eine neue Holzbrücke überquert 
seit 2007 die Ahr und verbindet den beliebten Spazierweg mit dem Schloss Taufers. Die Zeichnung für diese 22 
Meter lange Holzbrücke entstand 1928. Damals hatte der Alt-Zimmermeister Josef Ausserhofer, Lahn-Seppl, den 
Plan als Schüler des „Corso tecnico“ in Bozen entworfen.  Nun, fast 70 Jahre später, wurde die Brücke realisiert 
und als Geburtstagsgeschenk der Gemeinde Sand in Taufers überreicht.

Das Pfadfinderfest
Auch die Südtiroler Pfadfinderschaft feierte im Jahr 2007 ihr 100jähriges Bestehen. Aus diesem Grunde haben 
die Pfadfinder und die Unionbau die Aktion „Ein Haus für Brasilien“ gestartet. Am Pfingstwochenende haben 250 Jugendliche aus ganz Südtirol und die Unionbau während des Diözesanfestes in Gais kleine Holzhäuser gebaut 
und bemalt. Diese wurden am 09. Juni 2007 am Rathausplatz in Bruneck versteigert. Mit dem Erlös dieser Aktion wurde in Brasilien ein Haus für die Strassenkinder gebaut. Die Unionbau GmbH stellte für diese Aktion sämtliches Material und Werkzeug kostenlos zur Verfügung.

Das Singbuch
Nicht unbedingt für das 100jährige Jubiläum der Unionbau geplant, aber weil passend, wurde ein Singbuch fertig-gestellt. Siegfried Ausserhofer hat in seiner Funktion als Präsident des Vereines für Feldforschung zusammen mit einigen Freunden über mehrere Jahre altes Liedgut, Tänze und Bräuche gesammelt und diese in einem Buch festgehalten. Es handelt sich dabei vorwiegend um alte Ahrntaler Lieder und Volkslieder. Des Weiteren beinhaltet 
das Singbuch Schlager aus den 60er Jahren und alte Studentenlieder. Alles zusammen wurden über 200 Lieder in diesem Werk veröffentlicht.
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